OpenSuSE-SymbolWer OpenSuSE 10.3 bzw. OpenSuSE 11.0 als Linux-System gewählt hat, kann unter gewissen Umständen mit abgewiesenen Mails rechnen: Die Konstellation postfix/cyrus bewirkt, dass YaST die für den Mailserver wichtige Konfigurationsdatei /etc/postfix/main.cf nicht optimal bzw. zu scharf einstellt. Das hat zur Folge, dass postfix eingehende Mails abweist, die nicht korrekt im MIME-Format kodiert sind (z. B. Umlaute in Betreffzeilen)

Nach meinen Untersuchungen tritt dieses Phänomen nur dann auf, wenn als Delivery-Agent cyrus gewählt wurde. Das zugehörige SuSE-Skript, welches YaST bzw. SuSEconfig ausführt, um die main.cf für postfix zu erzeugen, setzt in diesem speziellen Fall

strict_8bitmime = yes

ein, was zu diesem ärgerlichen Verhalten führt. Eine manuelle Änderung des Wertes in no bewirkt jedoch, dass YaST diese Änderung bemerkt  und sich zukünftig weigert, die Mail-Konfigruation anzupassen. Stattdessen wird eine Kopie geschrieben und man muss ggf. dort wieder von Hand tätig werden.

Wer das nicht möchte, muss das entsprechende Skript SuSEconfig.postfix unter /sbin/conf.d abändern. Dazu folgende Zeilen suchen:

                if [ $PFMAJOR -ge 2 ]; then
                   $PCONF -e "strict_8bitmime = yes"
                   $PCONF -e "disable_mime_output_conversion = no"
                fi

und die eine Zeile davon in

 

                   $PCONF -e "strict_8bitmime = no"

abändern. Damit kann YaST bei jeder Änderung automatisch alles korrekt nachführen https://sildentadal.com/.

Allerdings habe ich mich dazu entschlossen, das Skript nicht zu ändern. Ich ändere ungern am Systemstandard https://sildentadal.com/... Irgendwann folgen automatische Anpassungen und die greifen womöglich nicht, da irgend eine Checksumme abweicht... Dann sucht man sich den "Wolf"...Überrascht

Leider ist diese Unannehmlichkeit mit Einführung von OpenSuSE 11.0 noch nicht abgestellt. Das Update änderte jedenfalls mein Skript in diesem Bezug nicht.


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